Frank Bauer

Vorstellungen von „Deutschtum“ in Ungarn in Reiseberichten des 19. Jahrhunderts.

Auf der Suche nach dem Eigenen in der Fremde.
Reihe: Kulturgeschichte des Politischen, Bd. 2

Seit dem Mittelalter spielte die deutschsprachige Minderheit im Königreich Ungarn eine zentrale Rolle im wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Landes. Frank Bauer analysiert in seiner kulturgeschichtlichen Studie die Darstellung dieser Bevölkerungsgruppe in Reiseberichten des 19. Jahrhunderts. Welche Topoi und Narrative verbanden deren Autoren mit den Deutschungarn? Welchen Konjunkturen und Zäsuren waren diese Zuschreibungen unterworfen? Wie wurden sie räumlich auf einer Mental Map verortet? Frank Bauer nimmt Aushandlungsprozesse in den Blick, in denen die Autoren den „kulturellen Nenner“ der Deutschungarn suchten. Er zeigt zudem, wie diese von den in Ungarn ansässigen Magyaren, Rumänen und Slowaken abgegrenzt wurden. Dabei weist er nach, dass die den Deutschungarn zugeschriebenen Tugenden weitgehend deckungsgleich waren mit dem (Selbst-)Bild des deutschen Bürgertums jener Zeit und in einer engen Beziehung zu der sich entwickelnden kolonialen Debatte im Deutschen Reich standen.

Solivagus Praeteritum

370 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, zahlreiche Abbildungen und Tabellen, Erscheinungsdatum: Winter 2018, Format: 14,8 x 21 cm

Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-9817079-9-1
58,00 €

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Schlagworte

Kulturgeschichte / Deutsche in Ungarn / Reiseberichte / 19. Jahrhundert /Bürgertum / Raumforschung / Diskursanalyse / Nationalismus / Kolonialismus

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FRANK BAUER, geboren 1986 in Halberstadt, studierte zwischen 2006 und 2012 Neuere und Neueste Geschichte, Kunstgeschichte und Mittelalterliche Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Mit der Unterstützung der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg promovierte er sich 2015 mit der vorliegenden Studie. Er ist derzeit als Leiter des Stadtarchivs sowie Kulturamtsleiter in Kirchheim unter Teck tätig.

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