Krieg und Gewalt in Deutsch-Südwestafrika: Das Tagebuch der Helene Gathmann 1903-1907
Das bislang unveröffentlichte Tagebuch der zivilen Beobachterin Helene Gathmann aus dem Krieg in Deutsch-Südwestafrika (1904–1908) ist ein seltenes Zeugnis persönlicher Zeitgenossenschaft – verfasst parallel zum ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Es zeigt, wie koloniale Gewaltanwendung nicht nur von oben gesteuert, sondern bereits vor der Schlacht am Waterberg im August 1904 lokal verankert war. Die dokumentierten Ereignisse offenbaren eine Kontinuität: Der Genozid an der namibischen Bevölkerung war weniger das Ergebnis einer Eskalation als vielmehr Ausdruck eines sich entwickelnden, strukturell verankerten Gewaltregimes. Das Tagebuch erlaubt so einen differenzierten Blick auf koloniale Herrschaft und macht Gewalt als soziales und räumliches Phänomen erfassbar.
1. Auflage. Hardcover, Fadenheftung, Kapitalband, circa 400 Seiten. Format: 148 x 210 mm. Enthält Stammtafeln und Bilder in Schwarz-Weiß.
Erscheinungsjahr: voraussichtlich 2026
Titel ist noch nicht erschienen.
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